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Wenn die Ämter zu uns kommen …

12. Dezember 2025

Normal ist es, dass ein*e Bürger*in mit dem jeweiligen Anliegen zu den zuständigen Mitarbeitenden der städtischen Verwaltung geht. Doch was ist, wenn es umgekehrt geschieht? Auf einer von mir organisierten Veranstaltung im September 2023 haben mir Bürger*innen gesagt, dass sie bestimmte Beobachtungen nicht zur Anzeige brächten, weil es zum einen „eh‘ nichts bringen würde“ und weil man „Angst“ habe, dass man anschließend unangenehme Folgen erleben müsse. Daraufhin haben wir die Strategie verändert.

Am 3. Dezember 2025 sind erneut Mitarbeitende der Feuerwehr, des Ordnungsamtes, des Ausländeramtes, des Einwohnermeldewesens, des Amtes für Integration und Stadtteilarbeit, der Wohnungsaufsicht, der Bauaufsicht sowie der Stadtwerke Bergheim und der Kreispolizeibehörde konzentriert in Ahe unterwegs gewesen. Vergleichbare Aktionen sind bereits im April und im Mai 2024 durchgeführt worden. Die Notwendigkeit ist auch auf der Veranstaltung mit dem Bürgermeister unserer Stadt zur Sicherheitslage in Ahe am 22. Mai 2025 bestätigt worden. Diese Kräfte haben nun erneut an allen Haus- und Wohnungstüren in den Häusern 5, 14, 28 und 35 des Wohnparks geklingelt, sich vorgestellt und auf Wunsch auch gesprochen. Sie sind nur dann in die Wohnungen gegangen, wenn die Menschen das wollten.

Diese Aktion wird noch detailliert ausgewertet.

Doch die Ergebnisse der Aktionen im Frühjahr 2024 haben gezeigt, dass sich anschließend viele Menschen aus Ahe abgemeldet haben. Ob damit ein organisierter Sozialleistungsbetrug aufgedeckt werden konnte, kann ich nicht belegen, nur vermuten. (Vor wenigen Wochen habe ich die Geschäftsführung des Jobcenters Rhein-Erft in Ahe begrüßen und sprechen dürfen. Doch hierzu später mehr.)

Auch dieses Mal kann davon ausgegangen werden, dass Menschen, die offiziell hier gemeldet sind, aber nicht wohnhaft sind, obwohl am Klingelschild Namen stehen – und umgekehrt: es stehen Namen auf den Klingelschildern, die aber nicht gemeldet sind – zu Konsequenzen führen, die nicht ohne Resonanz bleiben dürften.

Ich möchte die getroffenen Maßnahmen nicht im Einzelnen zitieren, kann aber gleichwohl auch sagen, dass die Wohnungsaufsicht in nicht wenigen Wohnungen erhebliche Mängel festgestellt hat. Ich würde mich zum Beispiel als Vermieter schämen, Menschen in Wohnungen leben zu lassen, die verschimmelt sind oder in denen Fenster fehlen! Auch das wird Konsequenzen haben.

Diese Aktion war vorher nicht angekündigt – im Gegensatz zu den Aktionen im Frühjahr 2024.

Ich bin allen Beteiligten dankbar. Der Koordinierungsaufwand im Vorfeld ist enorm. Derartige Aktionen werden – unangekündigt – wiederholt. Ich bin davon überzeugt, dass sie dazu beitragen können, das Sicherheitsgefühl in Ahe deutlich zu erhöhen.

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