Verkehrssituation „Am Kapellenkreuz“ überprüft

20. März 2021

Zwei Kindertagesstätten liegen an der Straße ‚Am Kapellenkreuz‘ in Ahe (Teil der Kreisstraße 34). Das macht das Thema Verkehr zu einer sensiblen Frage. Grundsätzlich dürfen die Fahrzeuge auf der K 34 50 km/h schnell sein, auf der Höhe der Kindergärten allerdings nur 30 km/h.

Einige Anwohnende haben mich wissen lassen, dass sie immer wieder durchrasende Autofahrer*innen beobachten und regten entsprechende Maßnahmen an. Um diese Beobachtung zu objektivieren ist auf meine Bitte hin in Ahe, Am Kapellenkreuz, eine Verkehrserfassung durchgeführt worden. Ziel war es festzustellen, ob diese Straße dazu reizt, zu rasen, ob die Geschwindigkeitsgrenzen häufig überschritten werden, ob gerade mit Blick auf die beiden Tageseinrichtungen für Kinder eine Gefahr lauert.

Die Verkehrserfassung erfolgte vom 27. Februar bis zum 7. März 2021. Es waren also auch zwei Wochenenden dabei.

Eine Messtation war auf der Höhe ‚Am Kapellenkreuz 34‘ angebracht, eine weitere ‚Am Kapellenkreuz 8‘. Es wurde jeweils in beide Richtungen gemessen.

Von Heppendorf kommend wurden an der ersten Messstation (Kapellenkreuz 34) 6.325 Fahrzeuge gemessen. Von Ahe nach Heppendorf fahrend 9.587 Fahrzeuge. Von Ahe nach Heppendorf überschritten 85 Prozent der Fahrzeuge nicht 33 km/h. Das Mittel war 27 km/h. Von Heppendorf nach Ahe überschritten 85 Prozent der Autofahrenden nicht 37 km/h. Das Mittel war 30 km/h.

Die rechtlichen Vorgaben lauten (so wurde mir gesagt), dass eine Handhabe für verändernde Maßnahmen dann vorläge, wenn die Messgröße von 85 Prozent 10 km/h über der Geschwindigkeitsbeschränkung liege.

An der zweiten Messtation (Am Kapellenkreuz 8) sind die Daten wie folgt: Von Heppendorf nach Ahe wurden 9.565 Fahrzeuge gemessen. Von Ahe nach Heppendorf 6.189 Fahrzeuge. 85 Prozent der Autos überschritten in Richtung Ahe 48 km/h nicht. Im Mittel fuhren die Autos 40 km/h die Stunde (hier dürfen sie 50 km/h fahren). Von Heppendorf nach Ahe überschritten 85 Prozent der Autofahrenden 49 km/h nicht, das Mittel betrug hier 41 km/h.

Damit ist festgestellt, dass die überwiegende Mehrheit der Pkw-Bewegungen im Rahmen der Geschwindigkeitsgrenzen bleibt. Ein Handlungsbedarf wird nicht gesehen.

Das schließt nicht aus, dass unverantwortliche Menschen dort rasen und jedwede Gefahren für andere nicht beachten wollen. Es ist aber – Gott sei Dank – nicht die Regel, sondern bei der Masse der Autobewegungen die Ausnahme. Da die neue provisorische Tageseinrichtung für Kinder nun zum 1. April 2021 ihre Arbeit aufnimmt, ist diese Information vielleicht für viele von Ihnen interessant – und vielleicht auch beruhigend.

Ortsbürgermeister Dr. Winfried Kösters

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