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Unberechtigter Angriff auf Erzieher*innen und Lehrer*innen

01. September 2025

Es ist Wahlkampf. Dabei schießt man vielleicht auch mal mit einer Äußerung über das Ziel hinaus. Doch ein Plakat ruft den Unmut von zwei Berufsgruppen – zumindest in Ahe – hervor. Dort wird ein „Ende der Frühsexualisierung in Kitas und Schulen“ gefordert. Im Gespräch mit Erzieher*innen und Lehrer*innen in Ahe ist mir der ganze Unmut entgegen geprallt. Welche Frühsexualisierung? Bei ihnen habe nie jemand nachgefragt und sich erkundigt. Man habe zu keinem Zeitpunkt das Gespräch gesucht. Auch wisse man gar nicht, was damit gemeint sei. Der Vorwurf sei nicht nur haltlos, sondern völlig überflüssig. Als Ortsbürgermeister kann ich an dieser Stelle hinzufügen, dass ich in den letzten fünf Jahren zu keinem Zeitpunkt von einem Elternteil angesprochen worden bin, dass sich über die Sexualpädagogik in Kindertagesstätten oder Grundschule in Ahe bei mir beschwert hat. Es ist somit ein erfundenes und für die Wahl hochgezogenes, emotionalisierendes Thema. Ich bin um jede*n Erzieher*in und um jede*n Lehrer*in in Ahe dankbar. Und ich möchte, dass diese Menschen sich in Ahe wohlfühlen. Wahlplakate mit haltlosen Vorwürfen und überflüssigen Forderungen sind dem Klima eines Miteinanders nicht förderlich. Wer politische Gestaltungsmacht anstrebt, sollte wissen, dass er die eigenen Ziele nur mit den Menschen und nicht gegen sie verwirklichen kann.

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