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Persönliches Gespräch mit der Polizeileitung Bergheim

06. Juli 2026

Vor einigen Tagen teilten mir Bürger*innen mit, dass im Innenhof des Wohnparkquartiers 7-10 Menschen am hellichten Tag allerlei Waren aus den Kellerräumen trugen, sie im Innenhof aufstellten, bevor sie dann mit Transportern abgeholt wurden. Aufgrund von verbalen Auseinandersetzungen, die auch zu Pöbeleien und Anspucken von Menschen eskalierten, sei die Polizei gerufen worden. Diese kam auch, sei aber am Innenhof vorbeigefahren und nicht wiedergekommen. Dies wirkte auf die einen als Bestätigung, machen zu können, was man wolle, und auf die anderen als Enttäuschung und Bestätigung, dass die Polizei ihnen auch nicht helfe.

Dieses geschilderte Erlebnis habe ich zum Anlass genommen, bei der Bergheimer Polizeiwachenleitung einen persönlichen Gesprächstermin zu bekommen. Das gelang auch überraschend schnell. Hinzukommt, dass die Leitung der Polizeiwache Nord in Bergheim, Schützenstraße, wechselte. Seit dem 1. Januar 2026 leitet diese Wache – erstmals überhaupt – eine Frau: Carmen Brandt. Auch der Leiter des Bezirksdienstes hat gewechselt, es ist jetzt Georg Jannausch. Der Bezirkskommissar in Ahe bleibt nach wie vor Martin Bochynek (Tel.: 0174/6806518). Seine Telefonnummer steht auch auf dem Terminplaner von Ahe, den ich Anfang des Jahres in jeden Briefkasten habe legen lassen.

In dem Gespräch erfuhr ich, dass die Polizeistreife deshalb vorbeigefahren sei, weil gleichzeitig ein weiterer Anruf eintraf, dessen Anliegen in Ahe als noch dringender und drängender eingestuft wurde. Alle waren sich aber daran einig, dass die geschilderte Situation unglücklich war und sich auch nicht wiederholen dürfe. „Rufen Sie einfach sofort noch einmal an und schildern Sie das Erlebte“, riet mir Carmen Brandt. Jeder Anruf, jedes Anliegen werde schriftlich aufgenommen und stehe auf einer entsprechenden Liste. Nichts gehe verloren.

Den beiden „Neuen“ habe ich noch einmal die besondere Situation des Stadtteils Ahe erläutert. Dies wurde nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern habe auch bereits dazu geführt, dass die Präsenz der Polizei vor Ort noch einmal – anlassunbezogen – verstärkt werde. Mir ist zudem versichert worden, dass in Ahe keine schweren Straftaten – wie zum Beispiel ein Mord oder eine Vergewaltigung – verübt worden seien. Dies sei auch deshalb gesagt, weil ich hiermit der pauschalen Hetze und Kriminalisierung von Menschen aus bestimmten Herkunftsländern entgegentreten möchte.

Ich persönlich habe das Gespräch mit der Polizei als sehr verbindlich und verlässlich wahrgenommen. Mein Vertrauen in die hiesige Polizei ist weiterhin gegeben. Ich spürte das nachhaltige Bemühen, den Menschen im Stadtteil, die anständig sind und sich an die allgemeinen Regeln halten, jedwede Unterstützung zukommen zu lassen. Sollten Sie in Ahe Polizeibeamte antreffen, sprechen Sie sie gern an und sagen Ihnen, dass Sie deren Präsenz als angenehm und wichtig empfinden.

Im Übrigen fand in der Nacht vom 3./4. Juli 2026 in Ahe eine Razzia durch das Ordnungsamt und die Polizei in Ahe statt. Sie haben nichts bemerkt? Das ist auch gut so, denn wir alle sollen weiterhin in Ahe gut schlafen können. Ein Bericht, was dabei beobachtet worden ist bzw. wer oder was unangenehm aufgefallen ist, liegt mir noch nicht vor.

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