Neue Bäume für die Kreisstadt Bergheim

24. Mai 2021

Unter den klimatischen Veränderungen der letzten Jahre, die sich durch extreme Trockenheit und
hohe Temperaturen bemerkbar gemacht haben, leidet die heimische Flora stark. Dies kann man
überall am Absterben von Bäumen, aber auch an der rasanten Verbreitung von Krankheiten und
Schädlingen erkennen. Aus diesem Grund mussten Mitarbeiter*innen des Betriebshofs der
Kreisstadt Bergheim die Verkehrssicherheit des städtischen Baumbestands verstärkt in den Fokus
nehmen.

Vor allem Birken und Fichten sind Opfer der Trockenheit. Aber auch Ahornbestände, bei denen
vermehrt der Befall mit der Russrindenkrankheit festgestellt wird, benötigen die Aufmerksamkeit
der zertifizierten Baumkontrolleure des Betriebshofs. Bei dieser Pilzinfektion bilden sich Sporen,
die auch beim Menschen gesundheitliche Probleme auslösen können. In vielen Fällen gibt es leider
keine Alternative zur Entnahme der erkrankten ober abgestorbenen Bäume

„Bäume sind eine starke Antwort auf den Klimawandel und bieten vielen Lebewesen Lebensraum
und Nahrung. Sie produzieren Atemluft und reinigen sie vom schädlichen Feinstaub. Bäume
spenden Schatten und kühlen die Umgebung ihres Standortes, damit erhöhen sie das
Wohlfühlklima für uns Menschen. Um dem alters- oder krankheitsbedingten Verlust des
Baumbestandes in Bergheim entgegen zu wirken, hat unser städtischer Betriebshof in der gerade
beendeten Pflanzsaison stadtweit rund 150 neue Bäume gepflanzt. Weitere 65 neue Bäume sind
für den Herbst eingeplant – und weitere werden folgen!“, so Bürgermeister Volker Mießeler.

Bei der Auswahl der Baumarten wurden die Versuchsergebnisse der GALK e. V. (Deutsche
Gartenamtsleiterkonferenz), sowie die Ergebnisse verschiedener Versuchsanstalten, z. B. der
bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau oder Hinweise von Baumschulen als
Entscheidungshilfen einbezogen. Die empfohlenen Bäume zeichnen sich durch eine besondere
Resistenz gegen Trockenheit und hohe Temperaturen aus. Verwendung fanden unter anderem
der säulenförmige Spitzahorn, die Säulenhainbuche oder die Manna-Esche. „In Ahe sind zum Beispiel sieben Robinien gepflanzt worden“, berichtet Ortsbürgermeister Dr. Winfried Kösters.

Gerade im urbanen Raum haben es Jungbäume nicht leicht, sich zu entwickeln. Erhöhte
Temperaturen, eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten für Wurzel und Krone, Wassermangel
oder andere Beeinträchtigungen wie z. B. durch Hundeurin oder mechanische Anfahrt-Schäden,
setzen ihnen erheblich zu. Deshalb wird schon bei der Pflanzung darauf geachtet, dass viele
Parameter für eine nachhaltige Entwicklung der Bäume berücksichtigt werden. Entsprechend
wurden an einigen Standorten die Baumscheiben vergrößert, um den Wurzeln bessere
Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Zudem wird bei der Pflanzung durch spezielle
Zuschlagstoffe die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens um ein Vielfaches erhöht.

Insbesondere der Trockenheit der letzten Jahre wird mit großem Aufwand begegnet. Dazu werden
u. a. alle Neupflanzungen mit einem Bewässerungssack ausgestattet der durch langsame und
gleichmäßige Wasserabgabe die sehr aufwändigen Bewässerungsarbeiten des Betriebshofs
zusätzlich unterstützt.

Durch den nachhaltigen Ausbau von Blühstreifen, Staudenflächen oder die Anpflanzung von
Gehölzen, wird der Betriebshof der Kreisstadt Bergheim zur Steigerung unser aller Wohlfühlklima
die Verbesserung der urbanen Biodiversität weiter fördern.

Ortsbürgermeister Dr. Winfried Kösters

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