Klimaschutz vor Ort gestalten – Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzeptes

24. Mai 2021

Der Grundlagenbeschluss „Klimaschutz der Kreisstadt Bergheim“ des Rates vom 10. Februar 2020 kann
bereits als ein klares und deutliches Bekenntnis der Kreisstadt Bergheim zum Klimaschutz vor Ort gewertet werden. Nun liegt der aktuelle Entwurf der Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzeptes vor.

In neun Monaten wurde eine Energie- und Treibhausgasbilanz für ganz Bergheim erstellt,
Potenziale der Treibhausgasminderung identifiziert, Szenarien zur Ausschöpfung der Potenziale
aufgezeigt und gemeinsam mit sämtlichen Fachbereichen der Verwaltung Handlungsfelder mit
Maßnahmen für den Klimaschutz vor Ort in Bergheim entwickelt. In sechs Workshops und einer
Reihe von Interviews zu den Handlungsfeldern „Grundlagen-Projekte“, „Kommunale Gebäude
und Anlagen“, „Stadtentwicklung“, „Mobilität“, „Kommunikation nach außen“ und
„Klimaanpassung“ wurden alle wesentlichen Handlungsmöglichkeiten einer Kommune beleuchtet.

Herausgekommen sind insgesamt 41 kleine und große Maßnahmen für ein klimafreundliches
Bergheim. So soll beispielsweise der kommunale Gebäudebestand weiter klimafreundlich saniert,
Begrünung intensiviert und Photovoltaik ausgebaut werden. Neubauten sollen ganzheitlich
betrachtet werden und Leitlinien für eine Lebenszyklusbetrachtung werden entwickelt. Neben der
Identifizierung von weiteren potenziellen Flächen für erneuerbare Energie wird in der
Stadtentwicklung die Entwicklung von Energieversorgungskonzepten bei neuen Baugebieten
sowie bei der Sanierung von Quartieren vorangetrieben. Die Stärkung von klimafreundlichen
Infrastrukturen für Radfahrer und Fußgänger, sowie die Optimierung des öffentlichen
Personennahverkehrs werden im „Masterplan Mobilität“ vorangetrieben und sind ein wichtiger
Bestandteil für den Klimaschutz in Bergheim. Auch die Themen Kommunikation und Bildung
sind nicht zu kurz gekommen. So werden mittels einer Klimaschutzkampagne Groß und Klein
zukünftig für das Thema Klimaschutz begeistert werden. In Schul- und Kindergartenprojekten
sollen Kinder und Jugendliche verstehen, was der Klimawandel bedeutet und wie sie ihren eigenen
Alltag klimafreundlich gestalten können. Mit externen Partnern wird die bestehende
Klimaberatung ausgebaut. So sind zum Beispiel Thermografieaktionen zur Sensibilisierung von
Hausbewohnern zur energetischen Sanierung vorgesehen.

Neben den Maßnahmen zum Klimaschutz wurde im aktuellen Klimaschutzkonzept auch das
Thema Klimafolgenanpassung in Bergheim unter die Lupe genommen. „Der Klimawandel hat und
wird natürlich auch Auswirkungen in und auf Bergheim haben und daran müssen wir unsere
Stadtstrukturen anpassen“, so Bürgermeister Volker Mießeler. Mit einer Klimabetroffenheitsanalyse sollen Starkregengefahren und Hitzerisiken erkannt werden und
Kaltluftschneisen Beachtung finden. „Durch weitere Maßnahmen zur Vermeidung von
Versiegelungen, zur weiteren Schaffung von Versickerungsflächen und zur Intensivierung von
Grünflächen mit klimaangepassten Sträuchern und Bäumen kann Bergheim zuversichtlich den
bevorstehenden Herausforderungen der Klimaveränderungen entgegentreten und aktiv den
Klimaschutz vor Ort gestalten“, so Christian Brink, Klimabeauftragter der Kreisstadt Bergheim (Tel.: 02271/89647).

 

Ortsbürgermeister Dr. Winfried Kösters

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