Klasse 4b der Grundschule schreibt einen Brief an den Ortsbürgermeister
Die Klasse 4b der Grundschule in Ahe unternahm kurz vor Beginn der Sommerferien einen Ausflug zum Spielplatz gegenüber dem Friedhof von Ahe. Ziel war es, gemeinsam zu spielen und zu picknicken. Doch dann kam alles anders. Sie schrieben:
„Doch als wir angekommen sind, waren wir schockiert, wie vollgemüllt es dort war. Wir sind mit unserem Lehrer, Herrn Freuen, zum nahgelegenen Kindergarten gegangen und haben gefragt, ob wir eine Plastiktüte und Einweghandschuhe zum Müllsammeln haben dürften. Dort hat man uns gerne geholfen. Sofort haben wir angefangen den Müll aufzusammeln. Dort haben wir widerwertige Sachen wie vollgemachte Windeln, Tampons, ein Feuerzeug und eine Schnapsflasche, die im Boden vergraben war, gefunden. Das war sehr ekelhaft.“
Die Schüler*innen beließen es aber nicht nur bei der Kritik, sie unterbreiteten mir auch mögliche Lösungsvorschläge: „Wir wünschen uns einen Müllsammeltag und dass jeder, der einfach so Müll wegwirft, bestraft wird. Weiterhin könnten wir uns vorstellen, dass Spielplatzpaten benannt werden und ehrenamtliche Müllsammelaktionen durchgeführt werden.“
Da die Kinder nach den Sommerferien auf die weiterführenden Schulen gehen, war ich heute, am Donnerstag, den 16. Juli 2026, vor Ort und habe mich persönlich bedankt, dass Sie Verantwortung übernommen haben, dass sie aktiv geworden sind und dass sie es nicht nur beim Kritisieren belassen haben. Auch hier habe ich die Kinder gebeten, selbst Vorbild zu sein. Wer etwas geändert wissen möchte, der muss stets bereit sein, selbst anzufangen. Wenn wir gleichgültig bleiben, dann hätten wir verloren und diejenigen, die achtlos ihren Müll wegwerfen, hätten gewonnen.
Das Schreiben ging ebenfalls wortgleich an den Bürgermeister unserer Stadt, Herrn Volker Mießeler, der noch am gleichen Tag antwortete und sich sehr beeindruckt vom Engagement der Kinder zeigte.