Ahe in Zahlen – und deren Bedeutung
Am 31. Mai 2026 lebten in Ahe 4.073 Menschen. Davon hatten 2.348 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft, 1.714 Menschen verfügten über eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das sind 42,1 Prozent. Elf Menschen waren staatenlos. Die Menschen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, verteilten sich Ende Mai auf 56 verschieden Nationalitäten. Diejenigen, die neben der deutschen noch eine weitere nicht-deutsche Staatsbürgerschaft haben, werden als deutsche Staatsbürger*innen gezählt. Wenn man das Kriterium „Migrationshintergrund“ nähme, so schätze ich, können mindestens 60 Prozent der in Ahe lebenden Menschen eine Zuwanderungsgeschichte erzählen.
Die meisten Menschen mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft kommen aus Rumänien (455). Es folgen Polen (222), Türkei (149), Ukraine (136), Marokko (108) und Spanien (104). Zehn Nationalitäten sind „nur“ mit einer Person vertreten, so zum Beispiel Japan oder Elfenbeinküste.
458 Menschen sind älter als 66 Jahre (11,2 Prozent). Die älteste in Ahe lebende Person ist 99 Jahre alt. Hiervon haben „nur“ 73 Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit. 1.150 Menschen sind hingegen minderjährig, also unter 18 Jahren (28,2 Prozent). Davon haben 455 keine deutsche Staatsangehörigkeit (39,5 Prozent). Im Alter von 18-25 Jahren leben 376 Menschen in Ahe, davon haben 181 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Ahe ist also ein sehr junger Stadtteil. In einer älter werdenden Gesellschaft sitzt hier auch das Fachkräftepotenzial der Zukunft. Sie werden in wenigen Jahren den Rollstuhl schieben, den Cappuccino servieren oder den Rohrbruch reparieren – oder auch nicht. Es fragt sich, in welchem gesellschaftlichen Klima und was wir heute dafür tun.
Es liegt an uns allen, ob wir die gemeinsame Zukunft als wichtiger ansehen als die unterschiedliche Herkunft.
Für Ahe sind daher zwei Herausforderungen von besonderer Bedeutung: die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie die Integration der zugewanderten Menschen in unsere Gesellschaft. Das gelingt dann, wenn wir die Rahmenbedingungen dafür gestalten und wenn sich alle an gemeinsame Regeln halten. Für die 311 Kinder von 0-5 Jahren stehen in Ahe rund 270 Kindertagesstättenplätze zur Verfügung. Die frühe Bildung und die Sprachvermittlung könnten also gelingen. Die Versorgung ist gesichert. Es sind sogar noch Plätze frei.
Der Schwerpunkt meiner politischen Arbeit in den nächsten Jahren liegt daher in einer nachhaltigen Integrationspolitik. Die enorme Vielfalt der zugewanderten Menschen zu erreichen und sie auf die Einhaltung der das Miteinander gestaltenden Regeln zu verpflichten, bleibt eine enorme Herausforderung. Auch hier ist nun mit der Schaffung einer zusätzlichen Stelle für den Wohnpark Ahe in der Stadtverwaltung Bergheim (neben den Stellen im Quartiersbüro) eine weitere wichtige Voraussetzung geschaffen worden, für die ich dankbar bin.
Ahe ist im Übrigen der einzige Stadtteil, zu dem innerhalb der Stadtverwaltung ein amtsübergreifender Arbeitskreis gegründet worden ist. Hier sind auch schon erste Aktivitäten umgesetzt worden, die klare Erfolge erzielten.